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Vorbemerkung...
John Maynard Keynes

Am 30.März 2010 besprach LUTZ BUNK ín DEUTSCHLANDRADIO KULTUR das neu erschienene Buch von ROBERT SKIDELSKY: "Die Rückkehr des Meisters - KEYNES für das 21. Jahrhundert". Wir zitieren hier Auszüge aus Bunks Besprechung:
"Obwohl selbst
Wirtschaftswissenschaftler und Politiker, bezeichnete er [Keynes] seine
Kollegen als 'Verrückte in hohen Stellungen, die Stimmen ... hören' [...].
Keynes lebte von 1883 bis 1946 in England und gilt bis heute als einer der
wichtigsten Nationalökonomen des 20. Jahrhunderts[...] Keynes war einer
der Architekten jenes
Bretton-Woods-Wirtschaftssystems (1944), dem auch die
Bundesrepublik Deutschland in den 50er- und 60er-Jahren
Stabilität und
Vollbeschäftigung zu
verdanken hatte: das "Goldene Zeitalter" genannt. Seit den 70er-Jahren
rückten Politiker von Keynes' Modell ab und ermöglichten es den
Banken, einst
traditionellen Dienstleistern,
allmählich zu
Spekulationsmaschinen zu mutieren.
Daher Skidelskys Forderung nach der 'Rückkehr des Meisters', nach der
Rückkehr zu den Grundmaximen von Keynes:
Vollbeschäftigung als Hauptziel von Gesellschaft und Politik und Kontrolle
der Banken. Der Wirtschaftswissenschaftler Keynes sprach seiner
Disziplin grundsätzlich die Fähigkeit ab, die Zukunft vorauszusagen.
Stattdessen setzte er auf einen moralisch ausgerichteten Kapitalismus,
eine soziale und solidarische Marktwissenschaft
- nicht auf Spekulation und Risiko
[...]
'Die Rückkehr des Meisters'
hat das Spannungspotenzial eines Stephen King-Romans. Auch wenn seit
Ausbruch der Finanzkrise immer weiter Bücher zum Thema erscheinen -besser,
verständlicher als in diesem Buch ist die Krise bislang nicht erklärt
worden. Skidelsky verschafft Überblick, macht komplizierte
Finanztransaktionen durchschaubar, nennt Ross und Reiter.
Hinzu kommt, dass er mit leichter Feder, mit viel Witz und bösestem
britischen Humor schreibt. Ein Thriller also, der eines wichtigsten
Wissenschaftsbücher der vergangenen Jahre ist. "Pflichtlektüre", wie
Nobelpreisträger Paul Krugman zu Recht kommentierte.
Aus einem Interview von ANDREAS SCHNAUDER mit ROBERT SKIDELSKY im Wiener STANDARD (http://derstandard.at) vom 11. April 2010:"Eurozone auf Kernländer schrumpfen lassen"STANDARD: Wäre es Ihrer Ansicht nach bei einer keynesianisch dominierten Politik zu einer Krise aktuellen Ausmaßes gekommen? Skidelsky: Jedenfalls hätte keynesianische Politik das Risiko einer Krise minimiert. Es hätte viel mehr öffentliche Investitionen gegeben. Investitionen sind besonders volatil und von Finanzflüssen abhängig. Diese Instabilität kann zu Kollapsen führen. Wenn die Kreditmärkte einfrieren und die Menschen Wohlstand verlieren, beeinträchtigt das ihre Ausgaben, und die ganze Wirtschaft rutscht ab. Seit den 80er-Jahren haben wir die Funktionen des Staates zurückgestutzt und der Privatwirtschaft überlassen.[...] STANDARD: Die Idee fixer Wechselkurse gilt gerade in einer Welt großer Ungleichgewichte als unzureichend. Woran krankte das Bretton-Woods-System? Skidelsky: Keynes' Plan zu Bretton Woods wäre viel weiter gegangen, doch er ist unterlegen, weil die Amerikaner keine globale Zentralbank wollten. Sie wollten einen Fonds, der nur bei Einhaltung strikter Auflagen eingreift, weil die USA größter Geldgeber waren. Keynes trat dafür ein, dass eine Zentralbank Geld produzieren und Reserven wieder verteilen kann. So hätten diese Ungleichgewichte nicht entstehen können.[...] Standard: Eine Ausweitung der Steuerung auf die Fiskalpolitik erscheint im Euroraum aber politisch nicht umsetzbar. Skidelsky: Langfristig gibt es eine Chance, dass die Anpassungen erfolgen. Noch besser wäre freilich eine Schrumpfung der Eurozone auf Kernmitglieder, die wirtschaftlich vergleichbar sind. Neben Deutschland wären das etwa die Benelux-Staaten oder Österreich. (DER STANDARD, Printausgabe, 12.4.2010)
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Galbraith: Konditionierte Macht
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Mit Kindern die Welt ergründen

Adolph von Menzel
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"Der technische Fortschritt ist wunderbar, aber der kulturelle muss ihm auf den Fersen bleiben. Und das ist keine Aufgabe für die Hirnforschung, sondern für Erziehung." GUSTAV SEIBT, Süddeutsche Zeitung vom 30./31. Januar 2010 Deutschlandfunk
am 4. Februar 2010:
HEINEMANN:
... Womit sollten Kinder spielen?
ihr Erwachsenenleben brauchen, wenn sie die gewaltigen Sozial- und Umweltprobleme angehen sollen, die vor uns auftauchen. Weder seelisch noch sozial, moralisch oder intellektuell sind Kinder darauf vorbereitet, sich von zwingenden logischen Abläufen festnageln zu lassen, wie es der Computer erfordert. Und das ständige Sitzen beim Lernen tut den sich entwickelnden Sinnen und Gliedern nicht gut. Was fürs Geschäft gut ist, muß nicht auch für die Kinder gut sein. Wir können uns keine Bildungspolitik leisten, die den (Computer-)Markt auf Kosten der Kinder erweitert. Wir können uns auch nicht die Selbsttäuschung leisten, dass die Kinder irgendwie gegen künftige wirtschaftliche und kulturelle Unsicherheit geimpft sind, wenn wir sie so schnell wie möglich zur Bedienung der neuesten technischen Gerätschaften befähigen. Solche Sicherheit kann durch nichts bewirkt werden – schon gar nicht durch Fertigkeiten im Umgang mit Geräten, die schon bald wieder überholt sind. Auf lange Sicht wird es den Kindern am besten helfen, wenn sich Eltern, Erzieher, Politiker und Gemeinschaften an die so einfachen Low-Tech-Anforderungen der Kindheit halten: gesunde Ernährung, sichere Wohnverhältnisse und erstklassige Gesundheitsvorsorge für jedes Kind – besonders für jenes Fünftel der Kinder, das heute in Armut aufwächst. Diese Anforderungen schließen für alle Kinder auch verlässliche Liebe und Zuwendung ein, ferner aktives, phantasievolles Spielen, ein gutes Verhältnis zur umgebenden Welt des Lebendigen, künstlerische Betätigung und Handarbeit jeglicher Art, und vor allem Zeit – viel Zeit, um Kind sein zu dürfen. Mit
anderen Worten: Die Mitgift, die unsere Kinder am besten auf die
Unwägbarkeiten der Zukunft vorbereiten kann, ist eine erneuerte Achtung
vor der Kindheit selbst. Solcherart gestärkt, können unsere Kinder zu
starken, belastbaren und kreativen
Kinder - im Netz gefangen
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Das
Volk ist der
Souverän. Volksentscheide nach Schweizer Vorbild!
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Ein Medienzar bringt dem unentschlosssenen Wahlvolk das Denken bei ... Alfred Hugenbergs Rundfunkrede vor der Reichstagswahl am 31. Juli 1932
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